Am Rande des Irrsinns von Suzana Tratnik
Auf den ersten Seiten erscheint der Inhalt dieses Buches etwas verworren, doch schon im zweiten Kapitel bildet sich ein klarer Handlungsstrang heraus. In Zwangen wird alles überschattet von dem Irrenhaus auf dem Berg, es bestimmt sehr stark das dörfliche Leben. Die Heldin Ariane lebt bei ihrer Grossmutter Christa, die Ariane von klein auf quält. Inzwischen ist Ariane erwachsen und geht eine leidenschaftliche Beziehung mit der Tourismusforscherin Merina ein. Und sie forscht nach dem Verbleib ihrer Mutter Myrthe. Sie findet Hinweise darauf, dass ihre Mutter nicht gestorben ist, wie ihr erzählt wurde. Ein Höhepunkt im dörflichen Leben ist das Dorffest mit dem Schleudern der Greißel. Doch beim letzten Dorffest muss etwas Schreckliches geschehen sein. Die Autorin lässt Ariane schliesslich die Ereignisse jener Nacht schildern. Die Schilderung von Vergewaltigung und Mord fällt so drastisch aus, dass man sich als Leserin fragt, ob das notwendig war. Arianes Pläne mit Merina das Dorf zu verlassen sind zunächst gescheitert. Es wird anderthalb Jahre, bis zum nächsten Dorffest dauern bis Ariane mit Merina das Dorf verlassen kann.
Titel: Am Rande des Irrsinns
Autorin: Suzana Tratnik
Verlag: Konkursbuchverlag
ISBN: 97-3-88769-204-9
Seitenzahl: 262
Preis: 15,- Euro