Broilerkomplott von Anna Mai

Es ist ein sehr ungewöhnlicher Krimi, den die Autorin hier vorlegt, jedoch von der ersten bis zur letzten Zeile spannend. Wer als Leser*in erwartet, dass im Handlungsverlauf ein oder mehrere Täter dingfest gemacht werden, wird enttäuscht, den Drahtziehern hinter den geschilderten Verbrechen lässt sich leider nichts anhaben. Doch zur Handlung: Eine Gruppe junger Aktivisten beobachtet während einer gewaltfreien, jedoch illegalen Aktion einen Mord. Doch wer würde ihnen glauben?  Sie trauen sich nicht zur Polizei. Während sie versuchen selbst etwas heraus zu finden beginnt für die jungen Leute eine Odyssee. Sie werden mehrfach von Männern mit Pistolen bedroht. Ihr Glück, dass sich die bösen Jungs am Ende gegenseitig umbringen. Sie finden heraus, dass der fleischverarbeitende Betrieb, gegen den sie protestieren, im Kokainhandel verwickelt ist. Paralell ermittelt eine pfiffige Streifenpolizistin in dem Mordfall. Am Ende landet auf ihrem Schreibtisch ein Hähnchen gefüllt mit einem Kokainbeutel…

Doch es nützt alles nichts, die Drahtzieher sind nicht dingfest zu machen und planen schon einen neuen Handel mit flüssigen Drogen, versteckt in einem Laster mit Chianti. Und die jungen Aktivisten müssen sich durch einen Umzug vor den Tätern schützen. Der jungen Streifenpolizistin wird der Fall natürlich entzogen, im Kokainhandel darf sie nicht mitmischen…

Es ist ein Krimi, wie in der Realität, wo auch nicht alle Fälle gelöst werden und damit erfrischend ehrlich.

 

Titel: Broilerkomplott

Autorin: Anna Mai

Verlag: Argument/Ariadne

ISBN:978-3-86754-280-7

Seitenzahl: 266

Preis: 15 Euro

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